UrbanGreen baut mitten in Bonn in einem alten Bunker ökologische Microgreens und Speisepilze an. Mit dabei waren Studierende aus den Modulen Sustainable Entrepreneurship and Venturing (Lehrstuhl Entrepreneurial Behavior) und Unternehmensgründung in der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie einige Alumni, unter anderem aus der Vorlesung Entrepreneurship und Unternehmensführung und dem Modul Wissenschaftliches Arbeiten.
Mitgründer Stefan Lindner führte uns durch die Farm und zeigte, wie der Anbau im Inneren des Bunkers funktioniert. Besonders spannend war zu sehen, wie mit eigens aufgebauten Anbauzelten die nötigen Klimabedingungen geschaffen werden, damit der Anbau im Bunker überhaupt gelingt. Natürlich durften wir die Microgreens auch probieren.
Beeindruckt hat uns vor allem, wie viel Hartnäckigkeit hinter dem Projekt steckt. UrbanGreen mietet den Bunker inzwischen von der Stadt — bis dahin war es allerdings ein langer Weg, und die Genehmigung kam erst nach langer, langer Zeit.
Auch die praktischen Hürden waren ein Thema: Bislang konnte erst eine Etage des Bunkers ausgebaut werden, weil der Ausbau sehr teuer und besonders der Brandschutz aufwendig ist. Aktuell arbeiten dort fünf Personen. Im Gespräch über das Geschäftsmodell wurde deutlich, dass die Microgreens auf den Märkten regelmäßig ausverkauft sind — daraus entwickelte sich eine angeregte Diskussion mit den Studierenden.
UrbanGreen versteht sich als Teil der lokalen Community und freut sich, wenn rund um die Farm Aktivitäten entstehen. Für uns war es ein rundum gelungener und sehr inspirierender Besuch, der bei den Studierenden auf große Begeisterung gestoßen ist.
Wer mehr erfahren oder selbst einmal vorbeischauen möchte: UrbanGreen freut sich über Besucherinnen und Besucher — mehr Infos unter urbangreen-bonn.de.